weltbewegend

November 12, 2007

ich habe in der letzten woche mal gesammelt, was mir über den weg lief. davon wurden dann die besten ausgewählt und nun präsentiere ich euch die gewinner in den kategorien “weltbewegendste gesetze” und “sinnvolle beschäftigungstherapie/-maßnahmen aka fdp als blumenkinder”.

täätääätättätääää… tusch!

es ist eine ehre für mich, ihnen das weltbewegendste gesetz der letzten woche zu präsentieren. bitte begrüßen sie mit einem herzlichen applaus den “entwurf eines ersten gesetzes zur änderung des legehennenbetriebsregistergesetzes”!

klapklapklapklapklapklap

verraten sie uns doch kurz, wie es dazu kam! - well, i must say… there is kennzeichnungspflicht for eggs of güteklasse A in companies with less then 350 hühners, and with the EU norms, it has to be kennzeichnungspflicht for güteklasse B also so we… - Oh yes, yes, yes, das ist interessant! danke fürs mitmachen und gratulation zu ihrer auszeichnung als weltbewegendstes gesetz! was machen sie mit dem preis? - Oh, well, i guess i cook some omelette….?! -

ts, meine damen und herren, da haben wir ja einen wirklichen komiker zutage befördert.

hahahahahahahaha

meine damen und herren, wir kommen nun…

trommelwirbel

…zur verleihung des titels “sinnvolle beschäftigungstherapie/ -maßnahmen” und mein redakteur hat noch dazu geschrieben”aka fdp als blumenkinder”… was dahinter steckt, wird sich gleich klären: ich bitte auf die bühne: die “kleine anfrage zum rückgang von ackerwildkräutern on deutschland und nutzen von saatgut-genbanken für wildpflanzen”!

tusch!!!

klapklapklapklapklapklapklapklapklap

herzlichen glückwunsch! das ist ja eine lange kleine anfrage, respekt! wie kommt die fdp dazu, sich für ackerwildkräuter zu interessieren? - ja, äh, wissen sie, das war mal wieder so eine mutprobe für neueinsteiger… äh… da muss man dann sich auf dem politischen parkett beweisen, sonst lässt der guido einen nich ran… äh.. und dann ham wir da die anfrage gemacht… und ich mein das ernst, hm… äh die ackerwildkräuter, die sind am aussterben und da hab ich so ne fragen formuliert, 20 stück, die die regierung mir beantworten muss… - interessant! aber sie wissen schon, dass sie genau mit solchen fragen zu themen wie ackerwildkräutern den regierungsbetrieb lähmen für viel wichtigere dinge? - och, äh, so moralisch darf man politik nicht sehen. ist doch auch nur unterhaltungsindustrie. und immerhin haben wir die grünen zum lachen gebracht mit den ackerwildkräutern. die haben uns dann am nächsten jedem eine ansteckackerwildblume geschenkt, jetzt, wo wir auch zu den blumenkindern gehören, haben sie dazu geschrieben.

hahahahahahaha

wirklich witzig fand ich das nicht, äh, aber… - ja, dankedankedanke! wir sehen wieder einmal, die politik ist doch viel humoristischer als wir es vermutet hätten!

klapklapklapklapklapklap

ich bedanke mich bei meinen wundervollen gästen, gratuliere zum gewinn und freue mich auf die nächste wahl! bleiben sie dran.

klapklapklapklapklapklapklapklap

sonntagssaunadampfer

November 5, 2007

sechs tage arbeit und ein tag wohnungsbesichtigung verlangen einen abend sauna. einfache rechnung. und da an die sauna auch ein dachgarten angeschlossen ist, kann man sich , wenn man dann so richtig schön aufgeheizt ist, sich mit eiskaltem wasser übergossen hat und dann noch sterne kucken will, auf die dachterrasse legen und annehmen, es gehe einem so richtig gut. das wichtigste aber ist: der eigene körper ist so heiß, dass bei den temperaturen richtige rauchschwaden in die luft steigen und man annehmen könnte, man sitze in einem hot spot in island oder mindestens in einem whirlpool auf einer dekadenten dachterrasse. dass aber hier nur irgendwelche eiben einen abschirmen gegen die zahnarztpraxis gegenüber (naja, sonntag abend weniger dringend) und die flugzeuge mit beruhigender regelmäßgikeit über den pankower abendhimmel krachern, das spielt dann erstmal keine rolle.

und das nächste mal wieder mehr zum thema: warum gibt es kein leben um das “PLH”???!

eine woche endet mit wohnungsbesichtigungen, die mit einer umwerfend schönen frau als begleiterin gottseidank erträglich sind. vor allem, da sie mir jeden gedanken von den augen ablesen kann (will ich daher wirklich mit ihr zusammen wohnen?!).

und nebenbei erfährt man solche wahrheiten wie “den trend zum zweitwohnsitz der middle-ager” - und ich muss schmunzelnd an meine mutter denken, die mir letztes wochenende just diese idee erneut vorgeschlagen hat. dann könnte man auf einen kulturellen abstecher immer wieder nach berlin kommen. jaja. und die kultur, die ich sehe, heißt stardust und ist ein film, der auf der harry-potter (macht nichts)-und pirates-of-the-caribean (unerhört und nicht zu toppen!!!)-abklatsch macht. trotzdem anrührend und amüsant, robert de niro als luftpirat und fallen stars, die von bösen hexen bedroht werden. schön entspannend für einen donnerstag abend.

bevor also jetzt gleich der kürbis in die pfanne kommt, habe ich hoffentlich den rüffel meines chefs verdaut, der konflikte nur mit mir persönlich austragen will. richte mir schon einmal die boxhandschuhe hin, denn ich darf mir keine freitage frei nehmen. bin ich seine sklavin? wie geht man mit sowas um? ich habe bisher noch nie urlaub genommen, außer mal einen tag frei wegen der überstunden, die ich fleißig sammle. was ist da der beste weg?

und warum dürfen wir nur einzeln mittagessen gehen? was trostloseres gibt es doch gar nicht. da geh ich überhaupt nicht essen, was aber auch nicht gesund ist (jaja).

und einen vorsatz hab ich auch noch für heute: ich nehme mir weniger schreckliche (also gute, aber inhaltlich beinah unerträgliche, also wegen der grausamkeit, also dem grausamen subtext, der furchtbaren welt, die er zeichnet) bücher zum lesen vor als t.c.boyles “américa”. denn wenn ich das lese, kann ich mich nicht davon lösen, will fast seiten überspringen um zu wissen, wie und ob (hoffentlich!) sich alle diese schicksale und unerträglichkeiten des lebens lösen und wenn ich es weggelegt habe, muss ich mich fast wieder überwinden, zwingen, es wieder weiterzulesen, weil es so furchtbar ist. und als reiche das nicht, armut, diskriminierung, bürgerliche ignoranz, vergewaltigung undsoweiter, lande ich gestern abend erschöpft vor einem dokumentarfilm über die brisanz der verstärkten eu-grenzen und der wirtschaftlichen zölle, die armut in vielen entwicklungsländern erst noch fördern, der ungerechtigkeit und der arroganz und den parolen - um den abend mit apokalypse now redux zu beenden. hilft dem sturm im herzen nicht unbedingt und der abendruhe auch nicht.

pah, egal. macht einem die wichtigen dinge wichtig, während ich mit halbem ohr auf die parteitags-news höre… so tief schon reingerutscht? wie gut, dass jetzt der kürbis wartet und die par(ad)is-reise endlich geplant werden kann.

ach, und noch was: habe heute am kottbusser damm eine demo von türkischen jugendlichen (ein paar ältere waren auch dabei, aber die jungen machten die stimmung, waren präsenter) mitbekommen. vielleicht dafür, dass die armenier doch selber schuld sind. oder dass die türkische armee unbedingt den irak annektieren soll. auf jeden fall war die stimmung aufgeheizt, die polizei versuchte die menschen auseinander zu treiben. und urban guerilleros wie sie sind, sind sie alle am hermannplatz in die ubahn gestiegen (was die u-bahn-fahrer völlig überforderte und zu überfüllten u-bahnen führte) und an der schönleinstraße auf zuruf wieder aus, um die polizei von hinten zu überraschen. eigentlich amüsant, ganz ähnlich den verhüllten freunden auf den 1.mai demos, tricky. leider waren nur alle ziemlich aggressiv und nationalistisch. bin mal gespannt, was daraus wird.

adventskalender

Oktober 25, 2007

das gebäude, in dem sich auch mein büro befindet, ist ja wie ein zweiseitiger kamm aufgebaut, oder wie diese alten antennen: ein hauptschiff in der mitte (wie bei einer kirche) und dann ich glaube vier oder fünf “querriegel”, sicherlich zu beiden seiten jeweils 40 meter lang. zwischen diesen querriegeln, die total verglast sind, ist nichts, also nur büsche und kies, kunstgärten sozusagen im untergeschoss, die niemand betreten kann/darf. über diese künstlichen hecken kann man direkt gegenüber in die büros anderer mitarbeiterInnen sehen. und wenn es dunkel wird, so wie jetzt immer häufiger abends der fall, dann sind die alle gleich großen quadratischen büros (deren eine wand ja aus glas besteht) beleuchtet, wenn sie besetzt sind.  und heute ist ende der sitzungswoche, also nur noch einige wenige im haus, da sind auch nur noch einige, im moment sieben der sicherlich 60 quadratischen büros pro glasseite zu sehen. das sieht dann entweder aus wie ein memory, bei dem nur wenige karten aufgedeckt sind oder wie eine lichtinstallation, wie sie mal am haus des lehrers am alexanderplatz oder am potsdamer platz zu sehen war (wo immer wieder zimmer erleuchtet werden nach bestimmten prinzipien/abfolgen) oder eben wie ein weihnachtskalender, von dem schon 7 türchen offen sind. oder wie diese kinderfilme, in denen es abend wird und an den häusern immer mehr lichtfenster erlöschen (oder erlischen? mein sprachgefühl verlässt mich, ich muss raus aus dem adventskalender!)

normal

Oktober 25, 2007

wie gut es sich anfühlt, normales um sich zu haben (geht mir jedes mal so, wenn ich besuch von außerhalb zum mittagessen bekomme, aber das war nur in den anfangswochen so, jetzt scheint das interesse zu verebben…)

szene 1: ick hab jehört, se ham hier ne pinnwand?

heute kam der mann von der -119 (”wenn se wat zum aufhängn ham, bilda, pinnwände, denn rufn se mich. wenn se wat anne holztüre ham, det bin ooch ick. aba wenn se wat anne glastür ham, denn müssn se n schlosser rufn.”) und hat an der wand gegenüber meinem schreibtisch endlich die pinnwand aufgehangen. davor schaute mich nämlich nur ein bearbeitetes riesenfoto meines chefs an, bei aller liebe… über die pinnwand hab ich dann zwei musen des französischen impressionismus gehängt und einen schwimmenden elefant von unten sowie eine frau, die auf ihrem schreibtischstuhl armübungen macht (was wie kungfu im sitzen in zeitlupe aussieht, eine echte foto-love-story). der knauzige typ, der die pinnwand aufgehängt hat, war jar nischt uff den mund jefalln und hat mir von seinem chef erzählt und von der neuen sorte magnetpinnwände und dem verbot, in der sitzungswoche löcher in die wand zu bohren, das er im nächsten moment ignoriert hat mit einem verschmitzten grinsen.

der war so normal und ich war so froh, mit einem normalen menschen über ganz normale dinge zu schnacken.

szene 2: das baby
ein mann im anzug (einer der millionen, die da rumturnen) geht durch diese heiligen hallen und trägt ein baby auf dem arm. ein kind, hier! was ein umwerfender anblick, wohltuend, erfrischend, begeisternd. so normaaal! und wie sexy das aussah, das machte den anzug gleich viel attraktiver, so in der direkten konfrontation mit baby-schnodder, rotz und spucke; vom träger konnte ich das auf die entfernung nicht so recht sagen.

szene 3: mein ficus benjamini
zur zünftigen arbeitsplatzmöblierung gehört schließlich ein anständiger ficus (nein, ein bonsai-ficus, wie mein chef sofort analysierte). daher habe ich heute einige pflanzentöpfe aus meiner wohnung, wo sie die beheizung verhinderten, in das büro getragen, wo ich wahrscheinlich mehr mit ihnen zu tun haben werde als anderswo.

mit einem ficus im arm durch das gebäude zu laufen, das fühlte sich gleich sehr bodenständig an. nicht irgendeine akte zur rechtlichen gleichstellung mukoviszidose-kranker oder zum sondervermögen kinderbetreuung. der ficus gab mir stärke und zuversicht und der tag war gerettet. vielleicht sollte ich ab jetzt täglich mit dem ficus im arm einmal die schlittschuhbahn im gebäude auf und ab gehen, um mich normaler zu fühlen. in kontakt mit der echten realität?

Rednerin:

Guten Morgen, Frau Präsidentin!

(Zuruf von der FDP: Das Mikrofon ist noch nicht eingeschaltet!)

– Sie sind doch froh, wenn Sie sich nichts anhören müssen.

(Unruhe)

Vizepräsidentin Dr. h. c. Susanne Kastner:

Frau Kollegin, einen Moment bitte. Ich bitte, die Diskussionen

wenigstens im Sitzen fortzuführen.

(Zuruf von der SPD: Im Liegen! – Zuruf von

der FDP: Nein, gar nicht fortzuführen! – Zuruf

von der CDU/CSU: Die sollen zuhören!) 

PRACHTTHEATER!

Auszug aus einem Plenumsprotokoll


Episode 5: Expeditionen

Oktober 24, 2007

(in echt in französischen alpen, im kopf in tibet, im gefühl im james bond film, im magen zu chinesischem übersetzungsgeschick, auf dem foto aufgehängt ohne kommentar)

schwelge in unmöglichen vorstellungen, wie es sein muss im tal des tsangpo in tibet, der sein flussbett auf etwa 2500 metern hat und die berge, zu denen das enge tal hinaufreicht, bis knapp 8000 meter in den himmel ragen… beinahe unvorstellbar. da ist der blick von chamonix (1000m) auf den montblanc (knapp 5000m) nichts dagegen.

der höchste punkt, den man ohne aufwendigere hilfsmittel erreichen kann, wenn man zum mont blanc will, ist die aiguille du midi, die mittagsspitze, 3880 meter hoch. ein vorberg des mont blancs (der ja nochmals 1000m höher ist). aber man hat einen guten blick von dort. und eine abenteuerliche fahrt mit der gondel hoch.

das beste jedoch: wenn man aussteigt und die gondel metallisch gegen die gitter der bergstation scheppert, wenn man die in den stein gehauenen gänge mit den offen an der niedrigen decke entlang geführten kabeln entlang läuft, wenn man die 70er jahre architektur vom obersten ausguck aus sieht (wo auch noch, als wäre der rest nicht schon bondig genug, eine art blei-metall-spitze in raketenform gen himmel ragt, abschussbereit, versteht sich), wenn man das heizöl riecht und dann auch noch die durchsagen hört… man kommt sich vor in besten james bond filmen! wenn 007 versucht, in das alpen-fort knox von dr.no oder sonst einem bösewicht einzusteigen und über das liftdrahtseil zum badezimmerfenster klettert und verfolgt wird von militärischen gehilfen und besessenen frauen (natürlich alle schön und mit dickem kajal um die augen) und dann am schluss alles explodiert und bond in atemberaubenden schwüngen den hang hinunter skiet.

puuuhhh… nur wir sind ab der mittelstation ZU FUSS (wo waren die ski?)  nach chamonix abgestiegen (auch atemraubend) und filmkulisse-fort knox-aiguille de midi ist auch nicht filmreif in die luft gegangen.

aber wir haben den besten speisekarten-übersetzer der welt gekürt (bis heute leider anonym) denn: was zum teufel ist „Krustiges Huhn des Oberhauptes“? und „Gebratene Nudeln hacken Suy“ oder „Verrührter Dampf (der kocht)“? schon mal was von „Simulieren Sie Schienbeingarnelen, Rindfleisch, Tofu“ gehört? und was bekommt man, wenn man „Hühnchen entwerfen Sie Sechuan würzig“ bestellt? da ess ich lieber „Rindfleisch in bitterer lieber Sauce“, da funktioniert meine ungefähre vorstellungskraft noch… (all das bekommt man serviert in einem chinesischen restaurant nahe der talstation der unglaublich teuren Mont-Blanc-seilbahn in chamonix)

jupe ou jet d’eau

  1. Ich liebe einen Flipperkönig!
  2. Meine Mutter lebt Multilokalität.
  3. Schweizer Käse muss mir mit ins Grab gegeben werden.
  4. WG-Leben ist fantastisch.

Und die zweieinhalb Fragen der Woche:

1        ½ Warum wandern alle nach Paris aus? Gibt’s da auch was für mich? Sag doch mal eine/r was? Ist das jetzt à la mode?

2        ½  Warum fügt meine Kollegin meinem Namen ein –lein an?!!?? Muss das sein? Bin ich ein Mädchen?

habe mich ja den ganzen monat september nicht mehr sonderlich für meinen eigentlichen erst- und nun so schnell zum zweitjob degradierten engagieren können. stets das schlechte gewissen, nur gemildert durch die so verständnisvollen und großartigen kollegInnen, die das alles irgendwie so viel professioneller machen, als l. und ich es je taten. aber das ist wohl der lauf der zeit. irgendwann hat eben jeder seine internetseite, hähä. also ich faule socke hab kaum was getan und nur ein paar wenige fingerspitzen gerührt bei der vorbereitung für die begrüßung der erstsemester.

wegen meinem jetzt-erst-job konnte ich nur den ersten nachmittag dabei sein und habe mir wieder einmal b.s schematische darstellung meines ehemaligen studiengangs reingezogen. während ich letztes jahr (mit dem sicheren wissen, meinen abschluss in absehbarer zeit hinter mir zu haben) viel gelassenheit und verschmitzte vorfreude mitbrachte, da es ja nun das letzte mal gewesen sein sollte, verspürte ich dieses jahr gemischte gefühle.

die uni-welt erscheint einige wochen nach dem letzten großen auftritt beim sommerfest so unendlich, wirklich unfassbar unendlich weit weg. „ich bin raus“ war der satz, der sich mir aufdrängte. überflüssig fühlte ich mich zwischen den kollegInnen, die ja nun auch meinen platz eingenommen haben, zu recht. einzig erwärmte eine neue grafik mein sich verabschiedendes studentinnenherz, die grafik-fanatiker b. dieses jahr entwickelt hat: die konzentrischen kreise.

das bauhaus hatte seinerzeit das studium als konzentrische kreise konzipiert, die sich um den kern, das ziel des studiums, den abschluss herumlegen. stoffkunde, werkunterricht, analyse etc. die 20er-jahre bauhaus.kreise, sozusagen. und nun erscheint plötzlich ein bachelor in europäischer ethnologie 2007 in solchen kreisen. was eine visionäre adaption!

ach, und übrigens war ich nun auch beim ersten frühstück im semester und das war gar nicht so schlimm wie ich dachte. jetzt gehör ich zu den großen, denen, die ernst genommen werden. aber geändert hat sich in der alten hütte trotzdem nicht viel, außer das ich kein büro mehr da habe und im pc-pool emails abrufen muss…

vielleicht schreibe ich das aus auto-therapeutischen gründen, wie um mir zu zeigen, wie viel leben doch im arbeits-leben steckt. tja.

was man machen kann 1: sich am rhein schon wieder wie im urlaub fühlen, weil man auf dem deich rad fährt und schafherden bewundert und auf booten kaffee trinkt und einen schönen mann an seiner seite hat.

was man machen kann 2: sich gehörig betrinken bis nachts um fünf, denn dann ist es eh egal und der abend war es wert, denn wann sieht man sich schon wieder, wenn nun alle nach paris abhauen? wirklich schlimm war nur, dass, nachdem ich mit doch ein wenig schlechtem gewissen ins bett gegangen bin, die stimmung erst richtig ekstatisch wurde und zur folge hatte, dass magnum-sektflaschen die gesamte küche mit prickelndem nass besprühten und gläser gegen die wand geworfen wurden wie in besten cowboy-filmen. nächstes mal also gar nicht mehr schlafen.

und was man noch machen kann 3: am 24. september um 5 uhr nachmittags im wannsee-baden, weil man sich einen tag frei genommen hat und eine sieben-seen und fünf-schlösser-rundfahrt gemacht hat und die mitbewohnerin auf ihre prüfung vorbereitet, indem man in der sonne noch einmal ins wasser springt. war gar nicht kalt. und der erholungseffekt: unbeschreiblich!